Christlicher Widerstand im Dritten Reich am Beispiel des by Marie Wolf

By Marie Wolf

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, observe: 1,0, Universität Leipzig, Sprache: Deutsch, summary: Dietrich Bonhoeffer warfare ein bedeutender Theologe und Widerstandskämpfer zur Zeit des Nationalsozialismus. Er hat sich aktiv an Komplotten gegen Hitler beteiligt, die den Tod des Diktators beabsichtigten. In der individual Bonhoeffer findet sich somit ein interessanter Widerspruch, denn eigentlich müßte er sich als Pfarrer an die Gebote der Bibel halten, wo exlizit gesagt ist, dass es verboten sei, einen Menschen zu töten.
Dies als Grundsatzfrage vorausgesetzt, soll der Weg Bonhoeffers in den Widerstand skizziert werden. Angefangen bei den familiären Verhältnissen und sozialen Grundlagen im Haus Bonhöffer über die Entscheidung zum Theologiestudium in der Jugendzeit. Es soll gezeigt werden, dass sich Bonhoeffer schon sehr bald nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten öffentlich vom Regime distanziert, wobei es für ihn trotz der absoluten Ablehnung nationalsozialistischer Grundsätze einen schwieriger Gewissenskonflikt bedeutet, den Weg des aktiven Widerstandes zu beschreiten. Dieser Konflikt zwischen „Mord des Tyrannen“ und christlichen Grundsätzen soll verdeutlicht werden, einzelne Aktivitäten zur Zeit des Widerstandes von Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi hervorgehoben werden. Zuletzt ist es sinnvoll auf die Verhaftung und Verurteilung Bonhoeffers einzugehen, sowie auf seine schriftliche Tätigkeit in der Gefangenschaft und daraus ersichtlichen theologische Grundhaltung.

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Karl der Große und Papst Leo III. Die Geschichte der by Lana Novikova

By Lana Novikova

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, be aware: sehr intestine, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Veranstaltung: Die Zeit der Karolinger, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Karl der Große gehört zu den schillernden Persönlichkeiten der mittelalterlichen Geschichte. Als „Vater Europas“ genießt er nahezu uneingeschränkte Hochachtung als militärischer Führer und kultureller Erneuerer, umsichtiger Politiker und kluger Verwaltungsfachmann.
Über dem Papst Leo III. weißt guy dagegen viel weniger. Über die Herkunft des Papstes existieren mehrere Theorien. Der Vatername des Papstes lässt vermuten, dass er aus einer griechischen Familie aus Süditalien stammt. Daraus, dass keine Quelle in irgendeiner shape seine Verwandten erwähnt, konnte auf seine Nichtadligkeit geschlossen werden. Wie dem auch sei, sollte gerade dieser Papst in der Geschichte des fränkischen Reiches und für die Gründung des Kaisertums, das bis zur Abdankung des Kaisers Franz II im Jahre 1806 existierte, eine sehr wichtige Rolle spielen.
Wie groß die Rolle dieses Ereignisses in der Geschichte des Abendlandes ist, dementsprechend intensiv ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Beziehungen zwischen Karl dem Großen und dem Papst Leo III. sowie mit dem Karls Weg zum Kaisertum. In den generationenlangen Debatten, die sich an die mittelalterliche Quellen und die zeitgenössische Forschung anlehnen, existieren zahlreiche Theorien über Karls Kaiserkrönung und ihre Nachwirkung.
Auf der foundation der grundlegenden Arbeiten von Historikern Classen, Caspar, wealthyé und anderen werden in dieser Arbeit die Beziehungen zwischen dem Papst und Karl dem Großen dargestellt. Dabei werden die rechtliche Grundlage dieser Beziehungen, die Vorgeschichte und die Zeremonie der Kaiserkrönung Karls sowie ihre unmittelbaren Folgen untersucht.

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Das Ende des karolingischen Klosters Rotaha (German Edition) by Karl Pohl

By Karl Pohl

Forschungsarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, observe: keine, , 28 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Im Jahre 2008 ist vom gleichen Autor das Buch „Hier!? lag das karolingische Kloster
Rotaha“ erschienen, das sich mit allen bisherigen Argumenten auseinander setzte, die seither
zum Thema „Rotaha“ und der vermuteten Lage des Klosters ins Feld geführt worden sind.
Der Autor weist aber gute Gründe nach, die für den Standort im Stadtteil Rollwald / Nieder-
Roden der Stadt Rodgau sprechen.
Bekanntlich wird das Kloster Rotaha bisher dem Standort Oberroden der Stadt Rödermark,
insbesondere auf Grund Aussagen von Prof. Schallmayer, zugeordnet.
Vorliegender Beitrag beschäftigt sich mit dem Ende des Klosters.
Im ersten Teil dieses Beitrages geht es um das individuelle Ende der Klosterinsassen, um die
Grablege.
Im zweiten Teil geht es um das plötzliche Verschwinden des Klosters und seiner möglichen
Ursachen. Hierbei werden die Gründe untersucht, die eventuell in der Schenkungsurkunde der
Äbtissin Aba vom 25.2.786 schon auf eine Klosterauflösung hindeuten. Aber auch die
politischen Wirren im thirteen. Jahrhundert können die Ursachen des Verschwindens vom Kloster
Rotaha gewesen sein.
Im dritten Teil beschäftigt sich der Autor mit dem Verbleib der Klosterinsassen zum
Zeitpunkt der Klosterauflösung. Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, was once mit
ihnen geschehen sein könnte.
Zuletzt wird aufgrund neuerer Erkenntnisse auf die Lage des „Niwenhofes“ eingegangen.
In der Schenkungsurkunde wird der „Niwenhof“ als topographisches Merkmal für die Lage
von Rotaha angezeigt. Die vermutete Lage des „Niwenhofes“ kann durch das Auffinden
einer Urkunde und die dortige Erwähnung historisch greifbar gemacht werden.
In diesem Zusammenhang steht die Frage nach dem Zeitpunkt des Verschwindens des
„Niwenhofes“.
So stellt diese Schrift eine Ergänzung des ersten Bandes über die heimatkundlichen
Forschungsergebnisse dar und hilft, das Bild über Rotaha zu vervollständigen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ergebnisse die Ansicht untermauern, dass
das Kloster Rotaha in der Gemarkung Nieder-Roden / Rollwald der Stadt Rodgau situiert war.

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Was ist kulturelle Globalisierung? - Sozialwissenschaftliche by Matthias Rekow

By Matthias Rekow

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, be aware: 1,3, Technische Universität Dresden (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Hauptseminar: Globalisierung - Ursachen, Folgen, Handlungsspielräume, Sprache: Deutsch, summary: „Wo die Universalisierungen florieren, braucht es - kompensatorisch - die Pluralisierungen; und je egalitärer und universalistischer die moderne Welt wird, desto unvermeidlicher werden - als Replik darauf - die Pluralismen." Diese Aussage Odo Marquards umfasst in einem einzigen Satz die verschiedenen Aussagen sozialwissenschaftlicher Konzepte zur kulturellen Globalisierung. So kontrovers die Diskussion ist, so zahlreich sind die angebotenen Entwürfe, so unüberschaubar die sie repräsentierenden Schlagwörter: Vom „Ende der Geschichte" und von der „McDonaldisierung der Gesellschaft" (Konvergenz/Homogenisierung) über den „Clash of Civilisations" und „Jihad vs. McWorld" (Divergenz/Heterogenisierung) hin zur kulturellen Hybridisierung oder auch Kreolisierung . Um dieser Diskussion den Hut aufzusetzen, wird noch schnell die „Standardisierung von Differenzen" , eine „Struktur gemeinsamer Unterschiede" , in den wissenschaftlichen Debattentopf geworfen. Doch wie kann guy sich dem schillernden Begriff der kulturellen Globalisierung konzeptuell nähern? Wie versuchen die sozialwissenschaftlichen Konzepte dieses Phänomen zu erklären? Wird es insgesamt oder nur in einigen Teilbereichen ausgeleuchtet? was once sagen die Konzepte im Einzelnen aus?
Diesen Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden. Dazu wird in einem ersten Schritt eine Definition von Globalisierung gegeben, die diese als einen Prozess auffasst. Gefolgt von der Darstellung der soziologischen Konzepte zur kulturellen Globalisierung wird dann - in einem dritten Schritt - sehr schnell deutlich, wie sehr die Konzepte auf einem bestimmten Begriff von Kultur aufbauen, der dem Reflexionsgrad der modernen Anthropologie nicht mehr entspricht. Offenbaren sich hi

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Augustus, Res Gestae, Kapitel 27 - 30 (German Edition) by Anonym

By Anonym

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, notice: 2,3, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, summary: Indem nun Augustus sein Schaffen der Wiederherstellung der res publica widmete, knüpfte er damit dort an wo Caesar versagte. Bei der Vielzahl seiner Erfolge wahrte er stets der mos maiorum, wodurch er ein hohes Ansehen beim Volk genoss. Durch seinen Sieg über Sextus Pompeius vollendete Augustus die von Caesar angestrebte Sicherung der Getreideversorgung Roms. Ihm gelang ebenso die Rückgewinnung des Gebietes Illyricum, used to be Caesar zuvor verlor.
In Untergrabung der mos maiorum, die Rom erst zu dessen Größe verhalf, kam es in der Folge zu Ausschreitungen wie z.B. Korruptionen als eine das öffentliche und deepest Leben bestimmende Potenz . Durch das Streben nach Macht und zunehmend mehr Erfolg gerieten relevante Dinge, die einen langfristig stabilen Staat begünstigen, aus dem Blickwinkel. Beispielgebend dafür waren u.a. die Feldherren, die im Zuge ihrer Triumphe nicht länger Diener der Republik blieben, sondern subjektive Interessen verfolgten und zu eigenständigen Mächten aufstiegen .
Durch die Aufwertung traditioneller Werte gelang es Augustus die Macht auf sich zu konzentrieren und somit Kontrolle über seine Untertanen zu erwirken. Er conflict der letzte Herrscher, der diese Strategie verfolgte .
Augustus endet im Kapitel 30 mit den Worten „(…)et postea trans Danuvium ductus exercitus meus Dacorum gentes imperia populi Romani perferre coegit .“. Diese Aussage betont die absolute Macht des römischen Volkes und ordnet ihm abschließend eine hohe Wertigkeit zu. Primär stellt Octavian somit das heraus, was once er vor allen Dingen seinen Nachkommen hinterlassen wollte, nämlich seine Größe als Herrscher. Erst diese verhalf dem römischen Volk zu seiner überragenden Herrschaft.
Hinsichtlich der Selbstdarstellung und Propagandawirkung Augustus Tatenberichts, verfolgt er in den Kapiteln 27 – 30 der Res gestae stets die Strategie des Verschleierns, des Beschönigens oder des Unterlassens von Tatsachen oder Namen. Auf strategischem Wege will er so seine individual von eventuellen negativen Spekulationen seitens des Volkes unberührt wissen und in Szene setzen.

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Die Vertreibung der Sudetendeutschen 1945 aus ihrer Heimat. by Wolfgang Hippmann

By Wolfgang Hippmann

Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, , Sprache: Deutsch, summary: Die Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches am Ende des Zweiten Weltkriegs, bei der etwa vierzehn Millionen zumeist unschuldige Menschen von den Siegermächten ihres ganzen Besitzes beraubt und aus ihrer seit Jahrhunderten von ihren deutschsprachigen Vorfahren besiedelten Heimat vertrieben wurden, ist eines der größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. Außer dem Leid, das der Verlust der Heimat und des Besitzes über diese Menschen brachte, wurden viele von ihnen auch geschändet, ermordet, oder in eigens dafür eingerichteten Konzentrationslagern gefoltert.
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit Hintergründen, Fakten und Zusammenhängen der Vertreibung der etwa drei Millionen Deutschen aus dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik, deren politische Vertreter durch die Aufrechterhaltung der Benesch-Dekrete, welche Enteignung, Vertreibung und Völkermord für Recht erklären, das damals geschehene Unrecht offensichtlich auch heute noch nicht als solches begreifen wollen. Dies erhält durch den Beitritt Tschechiens zur ecu am 1. Mai 2004 eine neue Qualität, da hierdurch deutlich geworden ist, daß der europäische Wertekanon nun einem Wandel unterworfen wurde. Dadurch ist die Problematik der Vertreibungen von 1945 gerade jetzt wieder politisch aktuell.
Anders als in großen Teilen der deutschen Medienlandschaft, welche die Vertreibung der Sudetendeutschen jahrzehntelang verschwieg, dann zumeist als Folge der „Heimkehr ins Reich" durch den Anschluß des Sudetenlandes an das Deutsche Reich im Oktober 1938 verkürzt, muß eine wissenschaftlich seriöse Arbeit weit früher ansetzten. Spätestens seit der Entstehung des überhöhten Nationalismus im neunzehnten Jahrhundert struggle die Absicht, einen tschechischen Nationalstaat zu gründen, keine Minderheitenidee mehr. Die ganze Wurze

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Zwangsarbeiterentschädigung: Vom Streit um »vergessene by Henning Borggräfe

By Henning Borggräfe

Jahrzehntelang waren ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes mit ihren Forderungen nach Entschädigung in der Bundesrepublik erfolglos geblieben. Erst nach der Ausstrahlung der vieldiskutierten Fernsehserie »Holocaust" rückte das Schicksal dieser und anderer »vergessener Opfer" des Nationalsozialismus seit Anfang der achtziger Jahre in das öffentliche Bewusstsein. Henning Borggräfe schildert die langwierigen Auseinandersetzungen um die Frage der Zwangsarbeiterentschädigung, die im Jahr 2000 in der Gründung der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und den von ihr geleisteten Entschädigungszahlungen mündeten. Die Studie nimmt die Rolle von Politik und Wirtschaft, von Verfolgtenvertretern, Geschichtsaktivisten und Historikern anhand einer Vielzahl von Quellen in den Blick - und erklärt, warum der Konflikt um die Entschädigung auch als ein Beitrag zur Selbstaussöhnung der Deutschen mit ihrer Geschichte verstanden werden kann.

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'Ordnungsgemäße Überführung': Die Vertreibung der Deutschen by R. M. Douglas,Martin Richter

By R. M. Douglas,Martin Richter

Bis heute zählt die durch Hitlers verbrecherisches Regime ermöglichte Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte. «Geordnet und human», sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch beleuchtet R. M. Douglas Vorgeschichte, Verlauf und Folgen der Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas und liefert dabei ungewohnte Nahaufnahmen des Leids der Vertriebenen. Dabei verwendet er deutsche Quellen nur, sofern sie durch andere Zeugnisse bestätigt werden, und konzentriert sich auf Überlieferungen aus dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie auf die Akten der ausweisenden Staaten. So entsteht eine Darstellung, die das Leid der Vertriebenen, die Gräueltaten an Deutschen und das moralische Versagen der Alliierten in ungewohnter Schärfe thematisieren kann ohne in den Verdacht der Einseitigkeit zu geraten. Vertreibungen laufen nie «geordnet und human» ab, das ist die zentrale those dieses Buches. Ein flammender Appell gegen Völkerverschiebungen als Mittel internationaler Politik.

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Die Französische Revolution als Krisen-Konstruktion by Axel Huber

By Axel Huber

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, notice: 1,0, Universität Konstanz, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Immer am 14. Juli – dem Nationalfeiertag – bejubelt sich Frankreich selbst in landesweiten Erinnerungsritualen und manifestiert den 14. Juli 1789 als Anbeginn einer neuen Zeitrechnung, die durch den Niedergang der Adelsgesellschaft geprägt wird und als fulminanten Endpunkt die Errichtung der Republik setzt. Schon das Festlegen der Bastille-Erstürmung als commence der Französischen Revolution stellt eine beliebige Geschichtskonstruktion von Historikern, Medien und Gesellschaft dar. Viele Einzelschritte begleiteten einen langen Prozess, der hinführte zu den heftigen Entwicklungen des Jahres 1789. Schon die Zeitgenossen beschrieben das 18. Jahrhundert als das Zeitalter der Revolutionen1. Das lässt sich unter anderem an eigentlich völlig unverdächtigen information zeigen. Niccolò Machiavellis textual content „Discorsi sopra l. a. prima decada de Tito Livio“ wurde in den Jahren 1571, 1664, 1691 und 1782 jeweils neu ins Französische übersetzt. Das Wort Revolution taucht in der ersten Übersetzung nicht auf, im 17. Jahrhundert ein und zwei Mal und 1782 plötzlich 25 Mal2. Ist es schon schwierig, einen genauen Anfang zu bestimmen, so fällt es nicht leichter, einen zeitlichen Endpunkt zu benennen. François Furet sieht eine Ablösung der Französischen Revolution als Modell-Revolution mit der kommunistischen Umwälzung 1917 in Russland:
Alles wird anders im Jahre 1917. Da die sozialistische Revolution nunmehr ein Gesicht hat, hört die Französische Revolution auf, Modell für eine mögliche, wünschenswerte, erhoffte, aber noch inhaltlose Zukunft zu sein. Nun ist sie die Mutter eines wirklichen, datierbaren, verzeichneten Ereignisses, das den Namen trägt.3
Ist damit die Französische Revolution abgeschlossen? 1989 sagte François Furet, dass Frankreich die Revolution mit der Ära von François Mitterand akzeptiert habe und diese somit ein Ende gefunden habe4. Noch komplexer zeigt sich die Materie, wenn guy sich auf die Suche nach den Ursachen für dieses die Ordnung in Europa verändernde Ereignis begibt. Eine einfache Lösung bietet ein Schulbuch von 1967 in einer Zusammenfassung:
Wir merken uns: Die Bürger Frankreichs waren von den Ideen der Aufklärung erfüllt und verlangten ein politisches Mitspracherecht. Bauern und Bürger lehnten sich gegen die Vorrechte des Adels und der Geistlichkeit auf. Die Einberufung der Ständevertreter zur Behebung der Finanznot führte 1789 zur Revolution.5
Diese Arbeit untersucht, wie ideologisch konträre Geschichtsschreibung konträr mit der Ursachenforschung der Französischen Revolution umgeht – und beschreibt dadurch auch schon wieder Geschichts-Prozesse. Denn die sozialistischen Historiker wurden von der Entwicklung ab dem Jahr 1989, der allgemein friedlichen Revolution in den kommunistischen Staaten, überholt und dadurch – aus heutiger Sicht – in eine Randlage gedrängt. Der DDR-Historiker Walter Markov wurde selbst schon Gegenstand ausführlicher Geschichtsschreibung6. Albert Sobouls Ansatz und der seines sozialistischen Mitstreiters Walter Markov, die Krise in Frankreich aufzuzeigen, die in die Revolution führte, bildet die eine Säule dieser Arbeit. Das Gegenkonzept des Konservativen François Furet die andere. Der dritte Teil dieser Ausarbeitung behandelt die Geschichte der konträren Geschichtsschreibung in diesem speziellen Fall. Es waren bei den beteiligten Historikern nicht allein ideologische Gegensätze, sondern auch persönliche vorhanden. Von 1982 bis 1997 starben diese drei Historiker7 – und mit ihnen eine auch in Zukunft einzigartige Streitkultur.

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